Wie wir wissen, dass Jesus ein sündloses Leben lebte und warum ein Gott, der Sünder retten will, Mord zulassen muss

Paul gibt ein historisches Argument für die Sündlosigkeit Jesu, und er erklärt, warum ein Gott, der Sünder retten will, schreckliche Übel zulassen muss.

Text-Veröffentlichung: 29. Juni 2020

Autor(en): Paul Larson

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Hast Du Dich jemals gefragt, woher Christen wissen, dass Jesus ein sündloses Leben führte? Oder hast Du Dich schon einmal gefragt, warum Gott schreckliche Übel in dieser Welt zulässt? Zuerst könnte man meinen, dass diese beiden Fragen nicht miteinander verbunden sind, aber das sind sie, und ich möchte erklären, warum ein Gott, der Jesus als sündloses Opfer für Sünder in den Tod schickt, entsetzliche Übel zulassen muss, damit diese Sünder gerettet werden können. Es gibt viele Gründe, warum Gott bestimmte Übel zulässt, aber für den Augenblick möchte ich mich auf diesen einen Grund konzentrieren, warum Gott einige Übel zulässt: Gott lässt Böses und Leiden zu, weil ein Stoppen dieser Übel unser Wissen darüber, dass Jesus ein sündloses Leben führte und die Strafe der Sünder auf sich nahm, beseitigen würde, und Gott wird einer Bitte, die ihn davon abhält, Sünder zu retten, nicht stattgeben.

Im Einklang mit unserer eigenen Erfahrung sagte der Apostel Paulus, dass alle gesündigt haben, und das biblische Zeugnis und unsere eigene Vernunft und unsere eigene Erfahrung sagen uns, dass wir für unsere moralisch falschen Entscheidungen Strafe verdienen. Wenn nun ein Sünder (Du und ich) eine Strafe für seine eigene Sünde verdient, dann kann er die Strafe, die ein anderer Sünder verdient, nicht auf sich nehmen. Dasselbe gilt für unser eigenes Justizsystem in den USA (Vereingiten Staaten von Amerika) und anderswo. Wenn Du ein Verbrechen begehst und ein Richter Dich ins Gefängnis schickt, wird der Richter nicht zulassen, dass Deine Gefängnisstrafe sowohl für Dein Verbrechen als auch für das eines anderen Verbrechers gilt. Die einzige Möglichkeit, dass die Haftstrafe eines anderen Kriminellen von Dir bezahlt wird, besteht darin, dass Du vor dem Gesetz unschuldig bist.

In ähnlicher Weise ist die einzige Möglichkeit für eine Person, die Bestrafung eines Sünders zu ertragen, wenn diese Person selbst kein Sünder ist. Angesichts der Tatsache, dass der Apostel Paulus sagte, dass alle gesündigt haben, und dass unsere eigene Erfahrung zeigt, dass Paul Recht hatte, besteht die einzige Hoffnung für den Menschen, von der Strafe, die er verdient, gerettet zu werden, darin, dass Gott selbst in die Welt kommt, ein sündloses Leben führt und für die Sünder an ihrer Stelle stirbt und die Strafe erleidet, die sie verdienen, so dass sie diese Strafe nicht ertragen müssen.

Christen glauben, dass Gott dies tatsächlich getan hat. Christen behaupten, dass Jesus Gott selbst war und dass Jesus in diese Welt kam, ein sündloses Leben führte und auf Betreiben jüdischer religiöser Führer und durch die Hände römischer Autoritäten einen Opfertod erlitt. Aber woher wissen Christen, dass Jesus ein sündloses Leben führte und dass Jesus Gott selbst war? Wir waren nicht da, um jede kleine Sache zu beobachten, die Jesus jemals getan hat, und selbst wenn wir da wären, schaut Gott zu Recht auf die unsichtbaren Gedanken und Absichten des Herzens. Man könnte also annehmen, dass Jesus heimlich in seinem Herzen gesündigt haben könnte, selbst wenn er die Sünde nie in der äußeren Welt, wo sie jemand sehen könnte, begangen hat. Ich weiß, dass ich in meinem Herzen viele Male gesündigt habe, Sünden, die niemand sonst auf der Erde gesehen hat, sondern die Gott gesehen hat. Wie würden wir wissen, wenn Jesus nicht heimlich in seinem Verstand genauso gesündigt hätte, wie ich heimlich in meinem gesündigt habe?

Angesichts dieser Überlegung müssen Sünder, die der Rettung vor der verdienten Strafe bedürfen, eine Möglichkeit haben, zu wissen, dass Jesus tatsächlich ein sündloses Leben gelebt und somit ihre Strafe auf sich genommen hat. Es reicht nicht aus, dass Jesus in die Welt kommt und ein sündloses Leben führt und als Ersatz für andere stirbt, ohne dass jemand genügend Beweise hat, um zu wissen, dass dies geschehen ist. Sünder brauchen nicht nur einen Erlöser, sondern Sünder müssen auch genügend Beweise haben, um zu wissen, dass es jemanden gab, dessen sündloses Leben diese Person als Erlöser qualifizierte.

Der Christ hat eine Möglichkeit, zu wissen, dass Jesus dieser sündlose Retter war, indem Gott Jesus von den Toten auferweckt hat, was Gott nicht getan hätte, wenn Jesus gesündigt hätte. Außerdem kann der Christ auf das schauen, was Gott in seinem Wort über die Sündlosigkeit Jesu gesagt hat, wenn der Geist dem Leser der Heiligen Schrift innerlich bezeugt, dass das, was er oder sie liest, von Gott inspiriert ist.

Aber für jemanden, der zweifelt, oder für einen Ungläubigen wäre es nicht überzeugend, einfach zu behaupten, dass Passagen im Neuen Testament über die Sündlosigkeit Jesu inspiriert sind. Für den Ungläubigen oder den Gläubigen, der Zweifel hat, gibt uns die Auferstehung Jesu ein gutes Argument zu glauben, dass Jesus nie gesündigt hat. Das Argument für die Sündlosigkeit Jesu und damit für die Fähigkeit Jesu, unser Erlöser zu sein, der unsere Strafe auf sich nimmt, lässt sich so formulieren:

1) Gott urteilt über die Gedanken und Absichten des Herzens, und so betrachtet Gott etwas als Sünde, wenn jemand in seinem Herzen die Absicht hat, diese Handlung zu tun, selbst wenn die Person durch Gewalt oder mangelnde Gelegenheit oder durch andere egoistische Erwägungen daran gehindert wird, diese Absicht äußerlich auszuführen.

2) Hätte Jesus in seinem Herzen oder seinem Verstand die geheime Absicht gehabt, zu sündigen, hätte Gott diese Absicht daher als Sünde betrachtet, und Jesus wäre ein Sünder gewesen, genau wie wir.

3) Genauso, wie Gott uns nicht dauerhaft von den Toten auferweckt, weil wir Sünder sind (da der physische Tod Gottes Fluch für die Sünde ist), hätte Gott Jesus nicht dauerhaft von den Toten auferweckt, wenn er gesündigt hätte (die Auferstehungen des Lazarus und anderer waren nur vorübergehend und sollten Christus verherrlichen und offenbaren; sie sind daher keine angemessenen Gegenbeispiele, sondern bestätigen seine Sündlosigkeit, da Gott einen Sünder nicht auf diese Weise verherrlichen würde).

4) So ist die Tatsache, dass Gott Jesus dauerhaft von den Toten auferweckt hat, Gottes eigenes Zeugnis dafür, dass Jesus niemals gesündigt hat, weder äußerlich noch in den geheimen Absichten seines Herzens, was ein ausreichender Beweis dafür ist, dass wir wissen, dass Jesus ein Ersatzopfer sein kann, das die Strafe auf sich genommen hat, die die Sünder verdient haben.

Mit dieser Argumentation kann der Christ trotz der Tatsache, dass ein Großteil des äußeren Lebens und des inneren Geisteslebens Jesu nie von Menschen beobachtet wurde, seine Überzeugung, dass Jesus ein sündloses Leben führte und Gott selbst war, immer noch auf die historische Schlussfolgerung stützen, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat, etwas, was Gott nicht tun würde, wenn Jesus gesündigt hätte. Was aber, wenn der Christ nicht wusste, dass Jesus von den Toten auferweckt wurde? Was wäre, wenn die Beweise für die Auferstehung so schwach wären, dass wir nicht berechtigt wären zu glauben, dass die Auferstehung tatsächlich stattgefunden hat? In diesem Fall bliebe ein Sünder ohne sein stärkstes Beweisstück für die Überzeugung, dass Jesus ein sündloses Leben gelebt hat, und der Sünder wüsste daher nicht, dass Jesus ein sündloses Leben gelebt hat. Aber wenn ein Sünder nicht weiß, dass Jesus ein sündloses Leben gelebt hat, dann wäre er auch nicht berechtigt zu glauben, dass Jesus den Sünder vor der Strafe, die der Sünder verdient, gerettet hat.

Wenn Du die Fähigkeit, zu wissen, dass die Auferstehung geschehen ist, wegnimmst, nimmst Du dem Sünder die Errettung. Das ist der Punkt, an den ich Dich erinnern möchte: Wenn Du mir die Fähigkeit nimmst, zu wissen, dass die Auferstehung geschehen ist, nimmst Du mir die Errettung weg. Vor diesem Hintergrund wies der Apostel Paulus darauf hin, dass, wenn Christus nicht auferweckt worden ist, unser Glaube nutzlos ist und wir immer noch in unseren Sünden sind (1. Korinther 15,17).

Nun wirst Du Dich vielleicht fragen, was um alles in der Welt das mit dem Problem des Bösen zu tun hat. Das ist eine gute Frage, und es ist wahr, dass es vielleicht nicht sofort offensichtlich ist, welche Relevanz dies für die Frage hat, warum Gott schreckliche Übel zulässt. Bleibe noch einen Moment bei mir. Lass uns über einen Vorschlag nachdenken, dass Gott zu jeder Zeit und überall das Töten von Menschen verhindern sollte. Wenn Gott Menschen davon abhalten sollte, andere Menschen zu töten, dann hätten die jüdischen und römischen Behörden Jesus nicht getötet, und Du hättest nicht die Auferstehung von den Toten, wenn Jesus nicht gestorben wäre.

Darüber hinaus wären Jünger nicht wegen ihres Glaubens an die Auferstehung getötet worden, wenn Gott Menschen vom Töten abgehalten hätte, aber DAS Leiden, Not und Tod, die viele Jünger erfuhren, sind der Hauptgrund, warum ich berechtigt bin, an die Auferstehung zu glauben, und nicht an die Theorie, dass Jünger die Menschen über eine Auferstehung hinweggetäuscht haben, die nie wirklich geschehen ist. Wenn Gott also das Töten Jesu und das Töten von Jüngern stoppt, wüsste ich nicht, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, und daher wüsste ich nicht, dass Jesus ein sündloser Retter war, dessen Blut für meine Sünden bezahlt hat. Wenn Jesus mich also von meinen Sünden retten will, muss Gott den Jüngern und Jesus erlauben, zu sterben.

Nun könnte jemand darauf mit den Worten antworten: "Na und? Angenommen *ott muss die Tötung Jesu und die Tötung von Jüngern erlauben, damit wir wissen, dass die Jünger die Wahrheit über die Auferstehung sagten, denn sie würden nicht leiden und sterben für etwas, von dem sie wussten, dass es eine Lüge war. Aber das bedeutet nicht, dass Gott schreckliche Übel zulassen sollte, die andere Menschen erleben. Gott ist immer noch ungerecht, wenn er diese anderen schrecklichen Übel zulässt."

Ich kann sicherlich mit jemandem sympathisieren, der so empfinden könnte, aber wenn Gott das Morden und Tötungen zu allen anderen Zeiten und an allen anderen Orten stoppt, werden wir wieder auf das Problem stoßen, dass wir nicht wissen, dass Jesus ein sündloses Leben gelebt hat und daher nicht wissen, dass er unsere Strafe auf sich nehmen konnte. Wenn Gott also das Morden zu anderen Zeiten und an anderen Orten in der Menschheitsgeschichte stoppt, hätten die Menschen, die in diesem Leben physisch gerettet würden, keine Möglichkeit, im nächsten Leben vor der ewigen Strafe für ihre Sünden gerettet zu werden.

Lass mich erklären, warum das so ist. In unserer Welt gibt es eine Reihe alter historischer Berichte über verschiedene Jünger, die für die eine Behauptung der Auferstehung gestorben sind, und diese Berichte sind glaubwürdig, gerade weil wir wissen, dass Gott normalerweise nicht verhindert, dass sich Menschen gegenseitig umbringen. In unserer Welt müssen wir also erklären, warum so viele Menschen für die gleiche, einzige wundersame Behauptung sterben würden. Die beste historische Erklärung ist, dass Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist.

Aber wenn Gott in einem alternativen Universum das Morden überall sonst in der Menschheitsgeschichte stoppt, einschließlich all unserer eigenen Erfahrungen in unserer heutigen Zeit, warum sollten wir dann in einem alternativen Universum diesen alten Berichten über Jünger, die wegen ihrer Behauptung über die Auferstehung sterben, vertrauen? Diese Berichte würden viel von ihrer Glaubwürdigkeit verlieren. Wenn Gott in der gesamten Menschheitsgeschichte, mit Ausnahme des Falles Jesu und seiner Jünger, Menschen davon abhält, sich gegenseitig zu töten, wären viele Menschen, mich eingeschlossen, ziemlich skeptisch gegenüber einigen alten historischen Berichten, wonach Jünger tatsächlich für ihren Glauben an die Auferstehung gestorben sind. Und wenn wir den Berichten über Jünger, die für ihren Glauben an die Auferstehung leiden und sterben, nicht glauben, dann bleiben wir unsicher, ob Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist, und wenn wir unsicher sind, ob Jesus von den Toten auferstanden ist, dann haben wir unsere wichtigste historische Grundlage dafür verloren, zu wissen, dass Jesus ein sündloses Leben gelebt hat, und wir verlieren damit unsere Erlösung von unseren Sünden. Bevor die Zeit des endgültigen Gerichts kommt, wird Gott nicht aufhören, nach der Rettung der Sünder zu streben, und deshalb wird er unserem Einwand, Mord und Totschlag zu stoppen, nicht zustimmen, wenn diese Morde es sind, die uns wissen lassen, dass Gott selbst in diese Welt gekommen ist, gelitten hat und gestorben ist, so dass die Sünden von Menschen wie dir und mir vergeben werden und wir den endlosen Qualen der Hölle entgehen können.

In der Tat, wenn Du nur sagen würdest, dass Gott immer mit dem Morden aufhören sollte, dann würdest Du mir das Wissen nehmen, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, was mir und anderen auf dieser Welt die Rettung vor der Strafe nehmen würde, die wir für unsere Sünden verdienen. Gott will die Sünder von dieser Strafe erretten, und er wird den Sündern, die diese Erlösung brauchen, nicht den Rücken kehren, wie es die Umsetzung unserer einfachen Lösung für schreckliche Übel von ihm verlangen würde.

Wenn Du kein Christ bist, wisse Du, dass Jesus in diese Welt kam, ein sündloses Leben führte und einen Opfertod starb, damit Sünder wie Du und ich einen Weg haben, der Strafe zu entgehen, die wir für unsere Sünden verdienen. Komm zum Kreuz Jesu Christi. Bekenne, dass Du ein Sünder sind, und bitte ihn, Deine Sünden auf sich zu nehmen, damit Du in einer Liebesbeziehung mit ihm und mit anderen für die Ewigkeit leben kannst. Es gibt keine Sünde, die zu groß ist für Gottes Vergebung. Was auch immer Deine Geschichte ist, es gibt nichts, was Du getan hast, das ihn daran hindern würde, Dir das ewige Leben zu schenken, wenn Du in Reue zu ihm kommst. Du willst vielleicht nicht gerettet werden, aber zumindest solltest Du mit Gott mitfühlen, wenn es seine Absicht ist, Sünder zu retten, und wenn er Leiden und Böses zulässt, weil dies der einzige Weg für ihn ist, sie zu retten.

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